Mittwoch, 23. Dezember 2015
Samstag, 30. Mai 2015
Zurück nach Hause
Heute früh kurz nach 5 Uhr grüßte der Fuji in mein Hotelzimmer. Nach dem Regen gestern ist die Sicht heute relativ klar. Die Nachrichten heute früh beherrschte der Ausbruch eines Vulkan in der Nähe von Kagoshima.
Um 11 Uhr geht der Bus in Richtung Flughafen. Ich hoffe die Zeit ist ausreichend.
Wenn ich alleine gewesen wäre, dann wäre ich auf der Tour zum Flughafen tausend Tode gestorben. Wir haben jedes Hotel in der Stadt angefahren. Um 12.20 Uhr waren wir am Check-in, um 14.05 Uhr geht der Flieger...
Jetzt ist es 13.10 Uhr und ich sitze am Gate. Zuvor habe ich noch die Yen zurück getauscht. Es waren 23.000, und ich bekam 155 EUR zurück.
Frankfurt ist doch ein Provinzflughafen, hier gibt es Cartier und Tiffany und die Chinesen kaufen wie blöde. Die Schlange am Tax refund ist ziemlich lang.
Der Flieger ist wieder knapp eine halbe Stunde später gestartet, aber dann doch pünktlich gelandet.
Während ich mich beim Hinflug auf den dritten Teil vom Hobbit beschränkt habe, habe ich die Filme bei Rückflug aufgearbeitet: The King's Men, Still Alice, The Grand Budapest Hotel und My Old Lady.
Nach diesem Flug lautet mein Resümee: Lufthansa ist zwar nicht schlecht, aber an Singapur Airlines kommt sie nicht ran.
Donnerstag, 28. Mai 2015
Nikko
Heute sind wir um 8 Uhr mit dem Bus nach Nikko gefahren. Ein Ehepaar hat den Ausflug nicht mitgemacht. Über die hoch gelegene Ringautobahn ging es über die Rainbow Bridge nach Norden. Der Ort ist weniger als 180km von Fukushima entfernt. Er beherbergt die Tempel und Gräber der Shogun Herrscher.
Daß wir an der Shinkyo Brücke keinen Fotostopp eingelegt haben, fand ich sehr schade.
Die Tempel sind reich verziert und heben sich zu der sonst vorherrschenden Schlichtheit ab. Verzierungen, Fabe, Gold und Schnitzerreien... aber wieder Menschenmassen und wie so oft eine große Zahl an Schulklassen.
Um die Mittagszeit sind wir über eine Serpentinenstraße zum Chuzeji-ko hoch gefahren und haben bei einem kurzen Spaziergang uns das ehemalige Sommerhaus der italienischen Botschaft angesehen. Es ist mittlerweile ein Museum, während Großbritannien sein Haus gerade neu baut.
Während der Mittagspause bin ich dann mit dem Aufzug zum Fuß des Kegon Wasserfalls gefahren unten waren dann mindestens gefühlte 3 Schulklassen. Als Abfluß des Sees sind die 97 m Fallhöhe sehr imposant.
Um 15 Uhr ging es dann zurück nach Tokyo. Bei der Strecke hat der Busfahrer eine Schranke der Mautstation mitgenommen, da er etwas zu schnell herangefahren ist.
Aufgrund der Rush Hour hat die Fahrt dann 3 Stunden gedauert. Sarah, Christian und ich sind dann mit der U-Bahn dann nach Ginza gefahren. Sie war nicht übervoll. Die Straße ist geprägt von Läden mit Luxusmarken, Bulgari, Dior, Chanel usw. Es ist auch hell erleuchtet, aber weniger aufdringlich und ruhiger. Der einsetzende Regen hat uns dann vertrieben.
Zu Abend gegessen haben wir in Ebisu in einem Lokal bei den man das Essen über Märkchen kauft. Ich wollte eine heiße Soba Suppe mit Pilzen und Rettich. Ich bekam aber die kalte Variante.
Jetzt ist es die letzte Nacht im Hotel. Morgen geht es um 11 Uhr mit dem Shuttle zum Flughafen Haneda.
Ausgaben:
650 Yen Yuba
550 Yen Aufzug zum Wasserfall
470 Yen Abendessen
400 Yen Fahrkarten
100 Yen Eintritt
300 Yen Eis
Tokyo
Der erste Punkt, der in Tokio auf dem Programm stand, war der Meiji Schrein , er dient der Verehrung des erste Kaiserpaars. Ich habe noch einen kurzen Abstecher in den Liliengarten gemacht. Leider waren es für die volle Blüte einige Tage zu früh .
Anschließend ging es mit dem Bus weiter durch die Stadt bis zum Kaiserpalast. Dort haben wir einen kurzen Fotostop bei den beiden Brücken eingelegt . Über die Ginza ging es zu einem weiteren Tempel, den Senso-ji. Auch hier waren wieder Menschenmassen unterwegs. Anschließend hatten wir zwei Stunden Mittagszeit. Die Straße, die zum Tempel führt, sieht aus wie bei uns auf einem Jahrmarkt.
Danach ging es über den Fluss zum neuen Wahrzeichen Tokios dem Skytree . Hier sind wir innerhalb von 30 Sekunden mit dem Aufzug auf 350 Meter Höhe hochgefahren. Leider war das Wetter sehr diesig, so dass wir selbst größere Hochhäuser in der Innenstadt nur schemenhaft erkennen konnten.
Hier habe ich meine größte Ausgabe getätigt, sie hatten eine limitierte Auflage eines Steiff Bären den ich gekauft habe. Ich habe allerdings die um rund 3000 Yen günstigere Variante erworben. So ganz habe ich nicht erkennen können, worin dieser Preisunterschied besteht. Zumal der Einkauf auch relativ schnell gehen musste, da wir wieder nach unten wollten. Im Busbahnhof unter dem Gebäude hat uns eine Überraschung erwartet, unser Bus stand nicht dort wo wir ausgestiegen waren. Es stellte sich heraus, dass der Bus wegfahren musste und erst zur vereinbarten Zeit zurückkommen kommen durfte. Da wir früher zurück waren, war der Bus noch nicht wieder da.
Jetzt habe ich das Problem wohl doch zwei Koffer nach Frankfurt aufgeben zu müssen, eventuell packe ich den Bären ins Handgepäck.
Um kurz vor sechs waren wir wieder in unserem Hotel. Auf der Fahrt ist mir einiges aufgefallen, zum einen stehen Hochhäuser und Einfamilienhäuser dicht beieinander . Die Hochhäuser sind so dicht gebaut, dass man von einem Fenster ins andere Gebäude reichen könnte . Die Hochstraße führt ungefähr auf der Höhe des fünften Stocks durch die Stadt. Lärmschutz gibt es kaum und teilweise wird den Wohnungen durch die direkt angrenzende Straße die Sonne genommen.
Anschließend sind Sarah, Christian, Gabriela und ich mit dem Zug nach Harajuku gefahren und von dort über die Einkaufsstraßen nach Shibuya gelaufen. In Shibuya haben wir dann in einem Restaurant im Untergeschoss, genauer gesagt im zweiten Untergeschoss, zu Abend gegessen. Auch die Kreuzung am Bahnhof Shibuya strotzte wieder von Menschenmassen und das Lichtermeer machte die Nacht zum Tag.
Die eine Station sind wir dann wieder im Zug zurückgefahren.
Ausgaben:
6200 Yen für CDs, von denen ich nicht weiß, welchen Typ Musik
350 Yen Eis
620 Yen Mittagessen
27000 Yen für einen limitierten Steiff Bären
500 Yen bei Daiso
1500 Yen Abendessen
240 Yen Fahrkarten
Von Hakone nach Tokyo
Überraschung nach dem Aufstehen, man konnte von meinem Zimmer aus den Fuji sehen, allerdings nur die obere Spitze.
Der Frühstücksraum war interessant gestaltet, durchbrochene Wände von Holz oder Ziegelsteine grenzten die einzelnen Tische von einander ab.. Ein wenig verwirrend.
Morgens um 9 Uhr ging es vom Hotel zum See. Der Bus konnte aufgrund der engen und steilen Straße nicht einen direkten Weg nehmen sondern ist über Nebenstrecken, die sehr steil und kurvig waren zur Anlegestelle des Bootes gefahren. Das Boot war eine japanische Variante eines Piratenschiffs mit Kanonen und falschen Segeln . Eine halbe Stunde auf dem Wasser mit einem gewissen Blick auf den Fuji.
Von dort ging es weiter nach Kamakura, der ersten Hauptstadt, und zum Daibutsu zu dem großen Buddha, der ohne Tempel dasteht, sowie einer zweiten Tempelanlage, den Hasedera. Die kleine Stadt mit ihren engen Straßen war mit den Verkehrsmassen total überfordert. Stop and Go. Auch wenn der freistehende Buddha eine Laune der Geschichte ist, kann man ihn so besser betrachten als in einem dunklen schlecht beleuchteten Gebäude. In Hasedera sind gerade die Hortensien am blühen, es ist erstaunlich welche Blüten Vielfalt diese Pflanzen hervorbringen. Nach einem Mittagsstop in Kamakura ging es mit dem Bus weiter nach Tokio.
Nachdem wir eingecheckt haben, bin ich nach Ebisu gelaufen, um dort ein Lokal ist für das Abendessen zu suchen. Aber leider habe ich irgendwie keines eingefangen. Daher habe ich mir im Bahnhof, der absolute riesig ist, in einem Feinkostladen ein Obento zusammengestellt. An der Kasse, wo ich mit einem Schwall japanisch zu gesprochen wurde, aus dem ich irgendwann grinsend verstand, dass ich den Fisch extra zu bezahlen habe.
Mit Sarah und Christian bin ich dann mit der Bahn anschließend nach Sinjuku gefahren, das eines der Stadtzentrum darstellt. Die erste Erfahrung wie sich Sardienen in der Dose fühlen müssen.
Dort waren die Hochhäuser mit blinkender Werbung hell erleuchtet und es tönte aus vielen Hauseingängen laute Musik und Werbung.
Durch Zufall sind wir durch ein kleines Gässchen gelaufen, dass aus aneinander gereihten Imbissbuden zu bestehen schien, keiner der Imbisse war breiter als 2 Meter und es war gerammelt voll. im gesamten Bereich um den Bahnhof war esein einziger Menschenstrom.
Zum Glück war der Zug zurück erheblich leerer.
Das Zimmer im Hotel ist riesig, das Bett erscheint breiter als es lang ist. Ich hoffe, dass ich hier nicht das teuerste Internet meines Lebens bezahle, denn man muss ein bezahlten Account anwählen, der am Ende mit dem Zimmer verrechnet wird.
Ausgaben:
1200 Yen Abendessen
500 Yen Getränke
320 Yen Zug
250 Yen Fischbällchen
Dienstag, 26. Mai 2015
Von Takayama zum Fuji-san
Habe mich entschlossen heute nicht mehr zu schreiben, ich bin zu müde.
Gegensätzlich zu den anderen Tagen war es ein ruhiger Tag. Es ging um 9 Uhr los in Richtung japanische Alpen. Wir waren um 10 Uhr nach einer Fahrt durch wunderschöne grüne Berglandschaft im Tal Kamikochi . Hier haben wir eine kurze Wanderung durch das Hochtal entlang des Flusses gemacht. Ich habe so viele Bilder geschossen, dass ich höchstwahrscheinlich mehr als die Hälfte nicht verwenden kann. Außerdem hat das Wetter wunderbar mitgespielt, es war sonnig und mit einigen Wolken . Aber auch hier gab es wieder die üblichen Menschenmassen.
(Auf der Bergstraße haben wir eine Horde wilder Affen gesehen.)
Die Straßenverhältnisse auf der Seitenstraße zum Tal waren echt abenteuerlich ja, so gab es einen Tunnel mit 11 prozentiger Steigung . außerdem war die Straßen so eng, dass die Busse, die es nicht gerade in geringe Anzahl gab, nur an bestimmten Stellen aneinander vorbei konnten.
Von diesem Hochtal ging es dann wieder bergab in Richtung Matsumoto und Suwa . Etwa 60 Kilometer weiter bei einem Tankstopp haben wir dann das erste Mal den Fuji gesehen . Allerdings hüllte er sich in Wolken. So dass das Foto den Titel 'Suchbild mit Fuji' tragen könnte. Die Fahrt wurde dann doch recht lange, aber wir haben noch das ein oder andere Bild vom Fuji im Abendlicht machen können .
Das Hotel Hyatt Regency in Hakone liegt ziemlich abseits, es ist zwar ein tolles Hotel mit riesigem Zimmer und tollem Spa-Bereich aber hier möchte ich nicht längere Zeit Urlaub machen.
Das Gebiet, in das wir morgen eigentlich fahren sollten, ist wegen erhöhter seismischer Aktivität gesperrt . Wir werden daher morgen eine Bootsfahrt unternehmen, bevor es weiter nach Tokio geht.
Wenn ich mir die Landkarte und die Landschaft anschaue, dann bezweifle ich, dass wir heute noch groß einen Ausblick auf den Fuji haben werden.
Entweder ich habe es mir eingebildet, aber ich bin der Meinung dass ich in der Nacht ein oder zwei kleinere Erdbeben gegeben hat .
Ausgaben
Circa 1000 Yen insgesamt
Montag, 25. Mai 2015
Takayama
Da ich heute früh nicht mehr schlafen konnte bin ich zum Fotografieren an den Fluss gegangen .Hier gab es verschiedene Stände mit Gemüse, Blumen, und sonstigen Dingen, teilweise auch Dinge für Touristen.
Um halb 8 bin ich dann zum Hotel zurück, um zu frühstücken. Das Hotel an sich ist zwar sehr gut, aber der Frühstücksraum ist ziemlich klein. Außerdem war eine Gruppe Italiener da, die fast die gesamten Tische belegt haben.
Um 9 Uhr ging es dann zu einem Stadtrundgang los. Das erste Ziel war das Haus das örtlichen Provinz Fürsten, die Takayama Jinya. Hier konnte man sich die Wohnräume, die offiziellen Räume, so wie die alten Scheunen und Lagergebäude ansehen. Leider war bei den Ausstellungsstücken in den Lagergebäuden wieder alles, was interessant gewesen wäre, in Japanisch und nur japanisch geschrieben. Anschließend sind wir dann in die Altstadtgassen von Takayama gelaufen, hier hatten wir dann zwei Stunden Freizeit.
Die meisten Läden hatten die gleichen, für Tourismus übliche Ware. Püppchen im Ninja Stil, abgepackte Süßwaren, Knabbersachen oder ähnliches. Herauszuheben sind die Läden, die Miso Paste verkaufen, oder andere vor Ort stellte Handwerkssachen.
Das sind Läden, bei denen ich es wirklich bedaure, dass ich noch nach Hause fliegen muss und eine gewisse Freigrenze beim Zoll nicht überschreiten darf. Ich bin in einen kleinen Laden gegangen, indem die Inhaberin aus alten Kimono Stoffen Kunstwerke wie Bilder oder Figuren hergestellt hat. Gleiches gilt für einen Laden für Schnitzerei, der realitätsnahe Lampionfrüchte in der Auslage hatte. Zwischendrin bin ich dann noch kurz in ein altes Kaufmannshaus gegangen, um zu sehen wie diese ursprünglich aussahen. Dann war es auch schon wieder Zeit zum Hotel zurück zu gehen.
Am Nachmittag sind wir mit dem Bus in einem Seitental gefahren, wo noch ein Dorf existiert, indem die typischen alten Häuser erhalten sind. Der Ort heißt Shirakawa-go. Angrenzend gibt es ein Freilichtmuseum, indem aus der Umgebung weitere alte Häuser aufgebaut wurden. Beides sind sehr interessante und sehenswerte Punkte.
Natürlich waren in den eigentlichen Ort wiederum sehr viele Touristen. kurz vor der Rückfahrt fing es an zu regnen. Ansonsten war der Tag sehr schön, wenn auch stärker bewölkt.
Die gesamte Rückfahrt und den Abend hat es dann geregnet. Zum Abendessen bin ich in einer Kneipe gelandet, und habe dort eine Nudelsuppe gegessen. Ich kann die Onigiri, diese Reisdreiecke nicht mehr sehen. Währenddessen lief der Fernseher mit dem Wetterbericht, es scheint sich wieder zu bessern.
Auch heute bin ich wieder in das Bad des Hotels gegangen, es besteht aus einer Duschlandschaft mit Dampfsauna und 3 heißen Whirlpools.
Morgen früh geht es dann über die japanischen Alpen zum Fuji.
Ausgaben
4200 Yen Figuren
2000 Yen Stoffe und Wolle
500 Yen Eintritt
500 Yen Getränke und Mittagessen
850 Yen Abendessen
500 Yen Getränke für morgen
Sonntag, 24. Mai 2015
Von Hiroshima nach Takayama
Es gibt Orte und Museen, die sind nur schwer zu ertragen. Das Friedensmuseum über den Atombombenabwurf und seine Folgen gehört dazu. Und wenn man weiß, daß diese Bombe eigentlich nicht notwendig gewesen ist, und es immer noch diese Teile gibt, ...
Nach einem Rundgang ging es dann mit dem Shinkansen nach Himeji mit seiner frisch restaurierten Burg. Ein imposantes Gebäude. Hier waren wieder Menschenmassen unterwegs. Bis zum zweiten Obergeschoss sind wir gekommen, dann wäre die Wartezeit 1 Stunde gewesen und wir sind umgedreht. Die Innenausstattung hatten wir gesehen und am beeindruckendsten ist es sowieso von außen.
Die eine Stunde, die wir noch Zeit hatten, sind wir noch in den Korakuen Garten. Da das Wetter sehr sonnig und warm war, war dieser ruhige Garten richtig erholsam.
Um 16 Uhr ging es weiter mit dem Schnellzug nach Nagoya und dort mit einem Regionalzug nach Takayama. Die Strecke soll zwar landschaftlich schön sein, aber um halb sieben geht die Sonne unter und es ist nichts mehr mit Landschaft.
Für die Fahrt hatte ich mir ein Obento gegönnt und noch den Rest vom Mittagessen.
Mittlerweile weiß ich, daß bei Reisdreiecken grün Algenfüllung bedeutet und rosa Lachs.
Ankunft wird um ca. 20.30 Uhr im Hotel sein. Dann falle ich nur noch ins Bett.
Ausgaben
800 Yen Mittagessen
300 Yen Garten
1000 Yen Obento
Kassensturz 6 Tage vor Reiseende
46.000 Yen, d.h. ca. 4500 Yen/Tag inkl. Mitbringsel
Samstag, 23. Mai 2015
Von Nagasaki nach Hiroshima
Heute früh ging es um 8 Uhr mit dem Taxi vom Hotel zum Bahnhof . Dort haben wir kurz unser Mittagessen eingekauft und sind dann in den Zug gestiegen. Der Zug ist mit unserem Intercity vergleichbar, nur hat man mehr Beinfreiheit .
Im Hakata sind wir dann in den Shinkansen gestiegen und nach Hiroshima gefahren. Von dort ging es mit einem Regionalzug weiter bis zum Hafen für die Fähre nach Miajima.
Auf der Insel angekommen wurden wir vom vierbeinigen Begrüßungskomitee (Rehe) in Empfang genommen. Sie untersuchten uns aufs Genaueste nach Fressbarem. Leider wurden sie nicht fündig.
Auf Miajima haben wir uns den bekannten Schrein mit seinem im Wasser stehen im Tor angesehen . Es war ablaufendes Wasser, sodass wir uns beeilen musste, um das Tor im Wasser noch fotografieren zu können. Miajima ist wieder ein Touristenmagnet, entsprechend viel war auf dem Hauptweg los. Außerdem ist der Schein ein beliebtes Fotomotiv für Hochzeitsgesellschaften. Der Fotograf einer dieser Hochzeitsgesellschaften hat mich mit dem Brautpaar fotografiert . Das war äußerst nett. Vergleichbares in Deutschland: ich glaube eher nicht.
Durch das ablaufende Wasser sind die Krabben, die im Sand leben sichtbar geworden, sie haben sich schnellstmöglich in ihre Löcher verdrückt, denn einige Reiher haben schon auf ihre Mittagsmahlzeit gewartet.
Im Anschluss sind wir über die verschiedenen Tempel, die es noch auf der Insel gibt, wieder zurück zur Fähre gelaufen . In diesem hinteren Bereich der Insel war relativ wenig los. Wenn nicht der Flug gewesen wäre und natürlich die Kosten, hätte ich hier wunderschöne geschnitzte Figuren erstehen können. So habe ich mich auf zwei Obi Gürtel beschränkt. Einer von ihnen ist weiß der andere schwarz mit Blumenmotiv.
Um 16 Uhr ging es dann wieder mit der Fähre zurück aufs Festland und dort mit den Vorzug und anschließend mit dem Taxi ins Hotel nach Hiroshima.
Trotz meiner schmerzenden Füße habe ich dann noch einen Abstecher zum Friedenspark gemacht . Zum einen ist das Wetter heute zwar nicht so besonders gewesen, es gab keinen Sonnenschein, allerdings könnte es morgen noch schlechter werden. Außerdem konnte ich so in Ruhe fotografieren.
Es mag verrückt klingen, aber ebenso so wie gestern habe ich ein ganz eigenartiges Gefühl gehabt Es ist schwer zu beschreiben, aber am besten trifft es die Formulierung: es lief mir kalt über den Rücken.
Morgen früh werden wir dann gemeinsam ungefähr zwei Stunden im Bereich des Friedensparks verbringen.
Nur noch etwas profanes: Ich habe hier in Japan eine Ladenkette mit dem Namen Daiso aufgetan, das ist ein 100 Yen Laden . Ich muss mich stark zurückhalten, um nicht den halben Koffer mit irgendwelchen Kleinkram zu füllen, wie Bastelmaterialien. Sollte mir in Tokio der Laden noch einmal über den Weg laufen, dann werde ich wohl doch noch weitere Bastelknöpfe kaufen.
Man merkt, dass die Japaner klein sind, ansonsten sind Badezimmer mit einer Höhe von knapp 1,90 m nicht nicht erklärbar.
Ausgaben
500 Yen Mittag und Abendessen
500 Yen Getränke
3000 Yen Obi Gürtel
Freitag, 22. Mai 2015
Nagasaki
Heute stand die Besichtigung von Nagasaki auf dem Programm. Los ging es mit einer Fahrt in der Straßenbahn zum Tempelbezirk Tera-machi. Die Straßenbahn hatte ungefähr das Alter wie die Tatra Wagen in der DDR. Allerdings muss man sagen am Abend bin ich mit einem neueren Modell gefahren.
Der Tempel Sofuku-ji, den wir besucht haben, gehört, zur chinesischen Gemeinde, die hier in Nagasaki stark vertreten ist. Nagasaki war Japans Tor zur Welt, denn rund 200 Jahre war es keinem Ausländer erlaubt, außer Chinesen, in diesem Land zu leben .
Anschließend ging es nach Dejima, das ist eine Insel auf der in diesen 200 Jahren Vertreter der niederländischen Ostindien Kompanie leben durften, und wenn sie Handel treiben wollten, dann kamen die Japaner auf diese Insel. Die Insel war eigens für diesen Zweck aufgeschüttet worden und hatte bis rund 1860 Bestand. Danach hat man den Bereich zwischen Inseln und heutigem Hafenbecken aufgeschüttet, so dass die Insel innerhalb der Stadt lag. Seit einigen Jahren restauriert man diesen Bereich, einige alte Gebäude sind bereits wieder errichtet und so ausgestattet, wie man sie zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts angetroffen hat. Die anderthalb Stunden, die wir dort Zeit hatten, empfand ich etwas zu lang. Im Anschluss hatten wir gut eine Stunde Zeit in Chinatown zu Mittag zu essen. Ich hatte mir Tofu mit scharfer Soße ausgesucht, dazu Reis und kalten Tee. Das hat mich rund 1500 Yen gekostet. Die Soße war derart scharf, dass ich mir nachher, den guten Sitten zum Trotz, auf offener Straße die Nase geputzt habe .
Am Nachmittag stand der Glover Hill auf dem Programm, Der Stadtbereich in dem sich nach Öffnung des Landes die ersten Europäer wieder ansiedelten. Hier stehen noch einige alte Häuser sowie die Gartenanlagen, die nach westlichem Stil angelegt sind. Wie in Japan üblich ist vieles leicht kitschig .
Hier habe ich zum Teil meine Englischkenntnisse vergessen, denn dort sind viele Schulklassen zu Besuch und sie haben u. a. die Aufgabe, ihre Englischkenntnisse an nichts ahnenden Touristen auszuprobieren. Das Problem ist, dass sie zum einen sehr leise sprechen und sie zum anderen die Fragen nicht sonderlich gut verstanden haben, das heißt sie stellen eine Frage, aber wenn man abweichend antwortet, dann wissen sie eigentlich nicht richtig wirklich was es bedeutet. Mir war das heute zu mühselig.
So gegen 16 Uhr haben wir dann in dem Teehaus eine örtliche Küchenspezialität 'Castella' gegessen.
So gegen 17 Uhr war ich dann mit der Besichtigung des Gartens und der Häuser fertig. Obwohl mir die Füße brennen, habe ich mich entschieden, doch noch zum Friedenspark mit der Straßenbahn zu fahren. Beeindruckend zum fand ich die Fundamente des Gefängnisses, das unter anderem dort zerstört wurde. Die Statuen, die man dort aufgebaut habt, sind nach meinem Geschmack zu martialisch. Man könnte sagen typisch für den Sozialismus. Außerdem war ich noch am Mahnmal, das an der Stelle steht, an dem die Atombombe explodiert ist. Der Park dort war nicht sonderlich gut gepflegt, was sehr schade ist. Ich hätte noch einige andere Stellen besuchen können, aber die Zeit ist mir leider davon gelaufen. Die Atombombenabwürfe werden übermorgen in Hiroshima im Mittelpunkt stehen .
Für morgen ist wieder kleines Gepäck zu packen, da eine Bahnfahrt mit einem Regionalzug ansteht.
Bei der Milchflasche, die ich gestern gekauft habe, ist mir das Jahr 27 aufgefallen. Ich hatte erst gedacht, dass die Milch bis 2027 haltbar ist, aber hier schreibt man das Jahr 25 (Regierungszeit des aktuellen Tenno), daher ist es eine übliche haltbare Milch.
Ausgaben
1500 Yen Mittagessen
800 Yen Glashänger
300 Yen Eis
500 Yen Getränke
900 Yen Mitbringsel
700 Yen Abendessen
Donnerstag, 21. Mai 2015
Von Kagoshima nach Nagasaki
Es war heute ein langer Tag. Ich bin um 5 Uhr aufgestanden, um mir den Sonnenaufgang anzusehen. Um kurz nach halb 6 ist der Vulkan mit einer kleinen Aschewolke ausgebrochen. Da es ein relativ harmloser Ausbruch war, kann ich sagen, dass ich einige schöne Bilder gemacht habe .
Um 8 Uhr ging es dann mit dem Bus in Richtung Kumamoto los. Unsere Reiseleiterin hat uns auf der Fahrt dorthin einiges über die japanische Geschichte, insbesondere der Samurai erzählt. Da aber die Ereignisse nur schwer in die gelernten Schulkenntnisse einzuordnen sind, ist es schwierig die Geschehnisse in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Ziel in Kumamoto war die Burg. Die japanischen Burgen haben natürlich eine andere Architektur, man könnte sie fast mit Pagoden oder Tempeln verwechseln. Besonders interessant, zumal ich dort auch fotografieren konnte, war das neu rekonstruierte Wohnhaus des Kommandanten. Dort hat man die typische Struktur dieser Häuser einschließlich der Zwischenwände und Bemalungen wieder aufgebaut.
Die Burg ist zudem ein beliebtes Fotomotiv für Hochzeitspaare oder generell formelle Fotos .
Um ein Uhr ging es von Kumamoto weiter in den Aso Nationalpark. Uns war schon klar, dass der Krater seit September vergangenen Jahres für Besucher gesperrt ist. Daher war der Parkplatz unterhalb der Seilbahnstation Endstation. Wir haben uns einen kurzen Film über die Caldera und den Vulkan an sich angeschaut. Auch wenn ich kein Wort verstanden habe, war der Text des Films ein wenig zu reißerisch für meinen Geschmack, die Filmaufnahmen und Effekte auf dem Modell im Raum waren jedoch sehr gut.
Aso ist auch das Zentrum für Rinderzucht und Milchproduktion, sodass ich mir dort eine Flasche Milch mit japanischen Schriftzeichen gekauft habe. Die Milch war die teuerste meines Lebens.
Ein weiterer Fotostopp circa einen Kilometer weiter unten hat einen wunderschönen Ausblick auf die alten Kraterränder und den rauchenden aktuellen Krater gebracht. Die Landschaft dort ist wirklich wunderschön .
Von dort ging es dann mit einem kurzen Zwischenstopp weiter nach Nagasaki. Dort sind wir kurz vor 8 Uhr abends im Hotel angekommen. Ich bin nur kurz in den angrenzenden Family Mart gegangen, um mir mein Abendessen zu holen. Es gibt wieder eine Überraschungsbox, denn ich habe keine Ahnung, was in den Reisteilchen eingearbeitet ist.
Morgen früh geht es erst um 9 Uhr los mit der Stadtbesichtigung. Ich hoffe, dass ich nun etwas länger schlafen kann .
Aufgaben
700 Yen Milch
1000 Yen getrocknete Früchte und Getränke
circa 500 Yen für Getränke
700 Yen Abendessen
Mittwoch, 20. Mai 2015
Kagoshima und Umgebung
Ich bin heute um 5 Uhr aufgestanden, freiwillig, um mir den Sonnenaufgang am Sakurajima anzusehen, er war einigermaßen, es könnte aber besser sein. Daher werde ich morgen in das selbe Spiel noch einmal tun.
Um halb neun ging es Chiran, zu den Samurai Gärten, wunderschöne kleine Gärten die im japanischen Stil angelegt sind. Allerdings weniger schön wenn im vorletzten Garten zwei größere Reisegruppen aufeinandertreffen.
Danach ging es ins Tokko Museum, ein Museum über die Kamikaze Flieger. Im Museum selbst war meistens alles in japanisch erklärt. Ich weiß, dass es unterschiedliche Geschmäcker gibt, und dass dies ein Teil der japanischen Geschichte ist, den die Japaner allerdings sehr unreflektiert und verherrlichend präsentieren, daher hätte ich auf diesem Programmpunkt gut verzichten können.
Nach einer Mittagspause in einem kleinen Einkaufszentrum ging es weiter zu einem Landschaftsgarten dem Sengan-en, auch hier wieder ein typisch japanischer Garten mit Steinen, Pflanzen und dem Vulkan im Hintergrund .
Gegen drei Uhr sind wir dann mit der Fähre auf die Vulkan-Halbinsel übergesetzt. Da sich der Vulkan in Dunst hüllte, waren die Bilder so lala. Nach der Rückfahrt bin ich in der Innenstadt ausgestiegen, habe mir etwas zu essen geholt und bin mit dem Shuttle Bus zurück ins Hotel. Nun werde ich noch einmal ins Onsen gehen.
Ausgaben
1000 Yen für Tee
600 Yen fürs Mittagessen
500 Yen für Getränke
700 Yen für Mitbringsel
400 Yen fürs Abendessen
Dienstag, 19. Mai 2015
Koya-san nach Kagoshima
Am Morgen war ich um kurz vor 5 Uhr warch und bin nochmal ins heiße Bad, wenn ich dachte es wäre leer - Fehlanzeige.
Die Nacht hatte es durchgeregnet.
Der Besuch des Morgengebets - man war dabei. Aber 50 Minuten auf den Knien.
Das Frühstück war im selben Raum wie das Abendessen. Also wieder eine halbe Stunde auf dem Boden.
Um kurz vor 9 ging's mit dem Bus, dann mit der Zahnradbahn, einem Bummelzug und einem Regionalexpress zurück nach Osaka.
Die U-Bahn hat uns dann zum Startpunkt des Shinkansen nach Kagoshima gebracht und wir hatten doch wirklich 90 Minuten Mittagspause!!! Ich habe in einem Lokal gegessen, das sich auf Udon-Suppen spezialisiert hatte. In Japan gilt es als unfein sich die Nase öffentlich zu putzen, aber schlürfen darf man... mehr sag ich dazu nicht.
In einem Lebensmittelmarkt im Bahnhof bin ich bald vom Glauben abgefallen. Ein halber Camembert 1200 Yen, eine Flasche Rotwein 2800 Yen ( 130 Yen ca. 1€).
Jetzt liegen 4 h Zugfahrt im Shinkansen vor uns. Hatte schon erwähnt, dass sich die Schaffner vor dem Verlassen jedes Wagons verbeugen?
Vom Bahnhof geht's dann weiter mit dem Taxi. Die Taxis haben auf dem Dach die Firmenzeichen, das kann dann ein Herz sein oder auch ein Ventilator. Außerdem tragen die Fahrer Handschuhe und Mütze und die Sitzlehnen sind mit Deckchen bedeckt.
Weil sonst nicht so viel an diesem Tag los war, vielleicht ein paar Worte zu den japanischen Toiletten. Die öffentlichen Toiletten sind äußerst sauber, und zudem kostenlos. Hin und wieder trifft man auf eine japanische Stehtoilette, die, sofern sie nur für die kleinen Dinge benutzt wird, für mich kein Problem darstellt.
Etwas verrückt sind die Knöpfe, die sich an den Toiletten befinden. Der erste Knopf ist für das Beheizen des Toilettensitzes, ein weiterer Knopf hat Bidet Funktion (vorne und hinten), außerdem gibt es noch einen Knopf fürs Lufttrocknen und der schärfste Knopf ist die Privatfunktion, das heißt, wenn man auf ihn drückt, dann ertönt Wasserplätschern. Diese Knöpfe gibt es nicht nur bei den Hoteltoiletten sondern auch bei den öffentlichen Toiletten.
Ausgaben
1000 Yen Mittagspause
800 Yen Verpflegung
1200 Abendessen
Koya-san
Am Morgen ging es in Kyoto noch zum Tempel Sanjusangen-do, der über 1000 Statuen beherbergt. Leider war kein Foto möglich. Wenn man bedenkt, daß diese Figuren mehrere hundert Jahre alt sind, schon imposant.
Danach ging es mit dem Bus in die Berge. Das Mittagessen war wiederum nur ein kleiner Imbiss, damit wir zeitig ankamen. Nach dem Abstellen des Gepäcks im der Herberge und dem ersten Blick ins Zimmer ging es weiter zum Tal mit tausenden von Gräbern. Am Ende befand sich ein Tempel, der das Grab des Buddhismus-Gründers in Japan beinhaltet. Es ist ein Pilgerort mit allen Ausprägungen und wieder Massen an Japanern. Kurz nach dem wir den Tempelbezirk verlassen hatten, begann es zu regnen, der Schirm war natürlich im Koffer. Also Schirm kaufen, beim ersten Laden hätten wir das doppelte gezahlt als etwas später, es gibt auch hier Wegelagerer.
Im Anschluss gab es noch einen weiteren Tempel, in dem wir unsere Schuhe in Plastiktüten verpackt mitbekamen. Auch hier war wieder fotografieren verboten. Insbesondere die bemalten Schiebetüren waren verboten zu fotografieren, das war nicht das erste Mal, nur erschließt es sich mir nicht warum.
Dann ging es leicht feucht wieder in die Herberge. Das Abendessen war typisch japanisch. Viele Kleinigkeiten, bis auf die Salzpflaume war es auch sehr gut.
Im Anschluss habe ich mich ins Onsen gewagt. Erst wäscht an sich, dann legt man sich in ziemlich heißes Wasser. Länger als 5 Minuten habe ich es nicht ausgehalten.
Danach auf der Futonmatte die Nacht verbracht, sogar relativ gut. Wahrscheinlich hat das heiße Wasser hier geholfen.
Morgen gibt es einen reinen Fahrtag.
Ausgaben
800 Yen Räucherstäbchen
1200 Yen Mittagspause
250 Yen Regenschirm
200 Yen Getränke
Sonntag, 17. Mai 2015
Kyoto
Heute haben wir Kyoto besucht. Mein erster Eindruck: ist die Stadt überlaufen! Menschenmassen an Touristen, vielleicht vergleichbar mit Neuschwanstein.
Außerdem komme ich mir vor wie ein Japaner auf Europareise. Am ersten Tempel eine Stunde Aufenthalt, am zweiten Schrein eine Stunde Aufenthalt, am Palast ebenfalls eine knappe Stunde, auf dem Aussichtsberg dann etwas mehr Zeit. Von dort mit dem Taxi zur Teezeremonie.
Letztendlich läuft es darauf hinaus zu fotografieren, egal wie viele Köpfe man im Bild hat.
Im Moment bin ich ziemlich glücklich, dass ich mir keine großen Gedanken gemacht habe, was ich wo und wie fotografieren möchte.
Der erste Stopp heute morgen war der Ryoanji Tempel, der bekannt ist für seinen Steingarten. Hier waren wir mit bei den ersten Touristen, das bedeutet aber, dass mindestens noch fünf japanische Schulklassen ebenfalls dort waren. Nach einer knappen Stunde, das heißt Rundgang und fotografieren, egal wie, ging es mit dem Bus weiter zum goldenen Pavillon.
Hier war die Hölle los, Chinesen, Japaner, Amerikaner, Europäer- wer auch immer. Letztendlich musste ich mich zwischen fotografieren und den Erklärungen unserer Reiseleiterin entscheiden, ich habe mich sehr oft für das Fotografieren entschieden. Es war so viel los, dass man für ein gescheites Foto oft die doppelte Zeit brauchte als wenn man alleine dort gewesen wäre.
Hier ging es nach einer Stunde ebenfalls weiter zur Burg Nijo-jo. Im Gebäude selbst durfte man nicht fotografieren, dafür hatten wir allerdings eine japanische Aufpasserin, die uns durch die Räume gescheucht hat.
Vieles wird dort gerade restauriert, so dass es eine Mixtur zwischen Neuem und leeren Räumen gab. Jedenfalls hat das Gebäude einen guten Eindruck vermittelt, wie im Mittelalter die Herrscherkaste gelebt hat.
Die Gärten, die wir heute gesehen haben, sind typische japanische Landschaftsgärten. Sie wirken ähnlich wie die englischen Gärten. es gibt Sichtachsen und kunstvoll gestaltete Anpflanzungen.
War ich der Auffassung, dass es am Pavillon schon voll war, dann war der Weg zum Tempel Kioyomizu so voll wie der Frankfurter Weihnachtsmarkt kurz vor dem vierten Adventsonntag abends. Man hat sich nach oben geschoben und man hat sich wieder nach unten geschoben. Der Tempel selbst ist imposant wegen seiner Bauart, man hat hier Geländeunebenheiten mit Stelzenbauweise ausgeglichen. Wenn man sich überlegt, dass die Gebäude ursprünglich tausend Jahre alt sind, dann ist dieses sehr erstaunlich.
Auf dem Weg nach unten habe ich eine wunderhübsche Teetasse oder besser einen Becher erstanden. In den Gebäuden, die die Straße zum Tempel säumen, verkauft man vieles vom Kitsch bis zu hochwertigen Keramik. Am Fuß des Berges ging es dann mit dem Taxi weiter in die Innenstadt zu einer Teezeremonie.
Es war keine klassische Teezeremonie sondern wir bekamen in groben Zügen erklärt, wie diese Zeremonie eigentlich abläuft. Außerdem bekamen wir den Matcha zu trinken und die typischen Süßigkeiten, die dazugehören, zu essen. Den Tee werde ich nicht mit nach Deutschland nehmen, egal wie gesund ist.
Hier war das heutige Tagesprogramm beendet. Ich bin dann von dort zu Fuß durch eine Einkaufspassage zurück zum Hotel gelaufen. Auf dem Weg habe ich mir in einem 7eleven Laden etwas zu trinken und mein Abendessen geholt. Das Essen war wieder eine Wundertüte, zum einen konnte ich nur erahnen, was ich da kaufe und als ich es gegessen hatte, wurde mir klar, wie ich die Packung hätte aufmachen sollen. Es waren Nori Blätter mit Reis und etwas gegrilltem Lachs.
In der Einkaufspassage gab es einige Läden, die die einfache Version des Kimonos verkaufen. Umgerechnet hätte ich dafür etwa 60 Euro hinlegen müssen, ich habe mich aber dann dagegen entschieden. Nicht unbedingt meine Größe. Ein weiterer Laden hatte zudem gebrauchte Kimono Teile für 5000 Yen im Angebot, auch hier war mir das Geld doch etwas zu viel denn das Stück würde ohnehin nur im Schrank liegen. Vielleicht finde ich in einem anderen Laden einen schönen Gürtel, den ich vielleicht an die Wand hängen kann.
Ich schaue gerade auf die Uhr, es ist kurz vor acht Uhr abends. Eigentlich könnte ich noch etwas unternehmen, aber mir brennen die Füße und morgen wird es wahrscheinlich genauso hektisch und anstrengend.
Morgen früh geht es um 8 Uhr in Richtung Koja-san.
Ausgaben: circa 1000 Yen Abendessen, 250 Yen Getränke, 300 Yen für gekühlten Grüntee mit Eis, 250 Yen für eine Kartoffel am Stiel (mein Mittagessen)
Mitbringsel: 1000 Yen für 2 Keramikbilder (eigentlich Halterungen für Räucherstäbchen), sowie rund 3000 Yen für den Teebecher
Samstag, 16. Mai 2015
Nara und Kyoto
Heute früh ging es relativ zeitig los, wir sind mit dem Zug nach Nara gefahren. Nara ist die erste Kaiserstadt. Als wir aus dem Hotel sind, hat es geregnet. Offen gestanden habe ich mir bei diesem Urlaub gar nicht über das Wetter Gedanken gemacht. Die Zugfahrt war durchaus interessant, allerdings ist es wie überall, entweder die Häuser sind bis an die Strecke herangebaut oder Bäume beziehungsweise Bambus versperren die Sicht.
In Nara angekommen sind wir entlang der Hauptstraße zum Park gelaufen, wo sich der große Buddha Todai-ji befindet.
Entlang der Straße standen kleinere Verkaufsstände, um die sich Schüler und Rehe scharrten. Dort gab es nämlich Kekse zu kaufen, mit denen man die Rehe füttern konnte. Die Rehe sind ziemlich aufdringlich. Vereinzelt hat man auf dem Weg zwischen neuen Häusern auch verschiedene kleine alte Häuser gesehen. Nara Park und der dazugehörige Tempel sind Ausflugsziele für ganze Schulklasse.
Im Tempel angekommen ist es schon erstaunlich diesen großen Bronzebuddha zu sehen, insbesondere wenn man weiß, dass dieser Buddha um 800 nach Christus gegossen wurde. Es heißt, weil so viele Material gebraucht wurde, existieren keine weiteren Metallfiguren in Japan.
Im Tempel wurden wir von einer Gruppe Schüler als Übungskaninchen missbraucht, sie haben ihre Englischkenntnisse an uns geübt, der Lehrer hatte allerdings vorher gefragt. Uns wurden so Fragen gestellt wie, wie heißt du, was isst du gerne, wo kommst du her.
Dann sind wir durch den Nara Park, erst zum Schrein Kasunga Taisha mit seinen hunderten von Steinlaternen und von dort weiter zur höchsten Pagode Japans gelaufen.
Das Wetter hatte sich mittlerweile eingeregnet, außerdem war es schwül. aber trotzdem haben die Gärten und die Schreine eine ganz besondere Atmosphäre. Durch die Haupteinkaufsstraße sind wir dann zum Bahnhof gelaufen, um mit einem Zwischenstopp nach Kyoto zu fahren.
Auf dem Weg zum Bahnhof habe ich mir zwei gewürzte Reiscracker - diese waren lecker - und 5 Reisbällchen mit einer süßen Bohnenfüllung - zäher als Kaugummi - gekauft. Die haben ziemlich lange gehalten.
Auf dem Zwischenstopp haben wir uns kurz den Schrein der Tausend Tore angeschaut. Da hier relativ viele neue Torii stehen und er noch überlaufener ist, als der Schrein in Nara hat er für mich etwas an Atmosphäre vermissen lassen.
In Kyoto ging es vom Bahnhof mit dem Taxi entlang des Flusses zur 3. Straße. Dort in der Nähe befindet sich ein Theater in dem wir uns eine Aufführung angesehen haben. Dieser Punkt stand nicht im Programm. Bei einigen anderen war er aufgeführt. Da auch Japaner anwesend waren, nehme ich an, dass es keine reine Touristenattraktion ist. Am Abend habe ich gelernt, dass diese aus Aufführungen nur an wenigen Wochen im Jahr stattfinden und dass sie von Geishas durchgeführt werden. Am heutigen Tage habe ich verschiedene Frauen im Kimono gesehen und im Theater, das hat uns die Reiseleiterin bestätigt, saß auch eine Geisha. Sie hatte das traditionelle Gewand an und war auch entsprechend geschminkt und frisiert.
Zum japanischen Abend sind wir mit der anderen Reisegruppe, die ebenfalls bei JS Tours stattfindet, gefahren. Wir waren etwa 20 Personen. Das Fondue fand in einem kleinen Restaurant statt, bei dem wir an vertieften Tischen sitzen mussten. Auf jedem Tisch stand eine Schüssel mit kochenden Wasser. in der dann Gemüse und Fleisch gekocht wurden. Da es nur Wasser war, gab es zwei Saucen zum Tunken, eine auf Curry Basis und eine weitere die ähnlich wie Sojasauce aussah. Offen gestanden hätte ich mir gewünscht, dass ich eine weitere Schüssel gehabt hätte, um dort das aus dem Wasser geholte Gemüse abzulegen und es erst dann in die Soße zu tunken.
Im Anschluss gab es eine Vorführung von einer Maiko, das ist eine Geisha in Ausbildung. Es war ein junges Mädchen von etwa 16 Jahren die sich im zweiten Lehrjahr befand, Wir haben erfahren, dass es zur Zeit nur noch 60 Maikos gibt. Es kann also sein, dass dieser Tradition in naher Zukunft ausstirbt.
Geishas sind keine Prostituierten sondern leisten Gesellschaft auf hohem Niveau ohne eine sexuelle Komponente. So zumindest die offizielle Lesart.
Aufgaben in Nara circa 1000 Yen für Essen und Getränke
In Kyoto 350 Yen für Getränke
Freitag, 15. Mai 2015
Osaka
Nach der Ankunft am Flughafen um 7 Uhr 20 ging es durch die Passkontrolle und die Einreiseformalitäten. Danach habe ich mich in die Schlange am Kofferband angestellt. Es hat ungefähr dreißig Minuten gedauert bis die Koffer nach und nach kamen, der Zoll war dann kein Problem.
Eigentlich sollte uns unsere Reiseleiterin nach dem Zoll erwarten, aber da sie auch auf dem Flugzeug war, und ihre Probleme hatte, die Koffer zu bekommen, kam sie etwas später. Es wäre schön gewesen, wenn diese Information auch in den Reiseunterlagen enthalten gewesen wäre. Insgesamt besteht die Gruppe aus 16 Personen mit unterschiedlichem Alter, es gibt circa drei weitere Personen, die ich auf mein Alter oder sogar jünger schätze. Einige der anderen sind wohl sehr Japan affin, ich hoffe die Erläuterungen verlieren sich nicht so sehr in Einzelheiten, da meine Japanaffinität sich etwas in Grenzen hält.
Nach einigen Formalitäten sind wir dann zum Bahnhof gelaufen und von dort um kurz nach neun mit dem Zug in die Innenstadt von Osaka gefahren. Im Hotel haben wir kurz die Koffer abgestellt und sind dann entlang einer Einkaufspassage weiter in die Stadt gelaufen. Dann wurden wir auf Japan alleine losgelassen.
Mein Mittagessen habe ich in einem Sushi Restaurant gegessen. die Bestellung lief folgendermaßen ab:
Als ich in das Lokal kam wurde ich lautstark auf japanisch begrüßt, aber das ist hier wohl so üblich. Der Koch hielt mir eine Speisekarte unter die Nase, auf der zum einen auf Japanisch und Englisch die Getränke standen und die Essensmöglichkeiten, sprich Sushi, auf Bildern dargestellt waren. Ich habe dann auf das Foto getippt und ihm mit Fingern gezeigt wie viele Teile ich von dem jeweiligen Sushi haben möchte.
Im Anschluss bin ich dann zum Hotel zurück. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, nach der kurzen Stadtbesichtigung gleich weiter zur Osaka Burg zu laufen. Aber dann hätte ich mir die Erfahrung mit der U Bahn nicht gönnen können, denn es ist schon eine Erfahrung der dritten Art, wenn man vor einem Kartenautomaten steht und außer Ziffern nichts lesen kann. Aber hier steht bei jeder Automatengruppe ein freundlicher Angestellter und hilft einem weiter.
Und so bin ich dann ohne Probleme zur Burg und auch wieder zurückkommen.
Zum Abendessen habe ich mir einen gefüllten Teigballen gegönnt und in einem Laden eine Flasche mit etwas gekauft, dass nach Regen aussieht. Es war ungesüßter grüner Tee. Ich glaube, ich werde mich auf Wasser und die gelegentliche Limonade beschränken.
Ich glaube vieles, was ich hier kaufe, wird einer Wundertüte gleichen, denn wenn man nicht lesen kann, was draufsteht und die Bilder auch nicht gerade aussagekräftig sind, bleibt es immer eine Überraschung, was man letztendlich da gekauft hat. Übrigens hier gibt es grünes KitKat, das ist ein weißes KitKat mit Grüntee Extrakt.
Ich muss sagen, dass ich nicht ganz so kaputt war wie nach dem ersten Tag Neuseeland, aber es sind ja auch nur 11 Stunden Flug und eine Zeitverschiebung von 7 Stunden. Die die Nacht warum 10 Uhr zu Ende gewesen, aber ich konnte dann doch noch bis 5 Uhr Ortszeit weiterschlafen.
Morgen früh geht es mit dem Zug nach Nara und von dort nach einer Besichtigung weiter mit dem Zug nach Kyoto.
Es ist schon ungewöhnlich eine Rundreise mit überwiegend öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuführen. Mal sehen wie es weitergeht.
Nachtrag: im Hotel gibt es beheizbare Toilettendeckel.
Ausgaben:
300 Yen gekühlter grüner Tee
1000 Yen Mittagessen
480 Yen U-Bahn Fahrkarten
250 Yen KitKat
250 Yen Getränke
Auf nach Japan
Erstens: Keiner hat gestreikt, weder die Lokführer noch die Piloten.
Zweitens: Die Bahn war pünktlich.
Bisher bin ich noch nie Lufthansa geflogen, daher kam ich mir beim Einchecken vor wie ein Kind beim Brezel backen. Keine nette Dame am Check-in-Schalter sondern ein Selbstbedienungsterminal. Der mochte erstmal meinen Pass nicht, irgendwann ging's dann doch. Koffer aufgeben war auch nicht besser. Wenn man die Prozedur einmal durchhat, weiß man wie's geht.
Dann bin ich nochmal ins Airrail-Terminal, um zu sehen, wo man was zu essen bekommt; im September halten wir dort einen Vortrag. Dabei wurde ich von einer Frau angesprochen, sie bräuchte noch Geld für ein Ersatzticket. Als ich verneinte, wurde sie ausfällig. Also hat sie nur geschnorrt.
Die Schlange am Selbst-Check-in war nun erheblich länger. Gut das ich früh war. Dann bin ich Richtung Passkontrolle und Security. Bei der automatischen Passkontrolle das selbe Spiel. Erst als ich ihn aus der Hülle genommen habe, hat der Scanner ihn gelesen. Bei der Security habe ich dann das erste Mal Kontakt mit dem Körperscanner gemacht. Meine Klamotten haben 4 von diesen Schalen eingenommen, Schuhe, Jacke, Rucksack usw. Aber es ging so schnell, daß meine Sachen noch nicht durchleuchtet waren und ich sie sicher in Empfang nehmen konnte.
Das Abfluggate war Z69. Ganz am Ende des Fingers. Jetzt sind 2 Stunden vor Abflug und gut eine Stunde vor boarden. Mein Tablet lasse ich gerade noch laden und um mich herum quatschen wahrscheinlich Japaner. Nachtrag: die Japaner sind Chinesen.
Das Boarden war pünktlich abgeschlossen, aber weil das Fahrzeug, das den Flieger vom Gate wegschieben sollte defekt war, ging es erst 45 Minuten später los.
Die Flugroute ging über Bergen-Enkheim nach Norden, dann entlang der Ostsee über den Ural, den Baikalsee und Habin. Über dem japanischen Meer wurde es pünktlich zum Frühstück etwas ruppig. Das hat sich dann aber wieder gegeben.
Trotz der Verspätung beim Abflug ist der Flieger pünktlich gelandet.
Die Beinfreiheit war gut, aber gegenüber Singapore Airlines war der Service etwas schlechter, aber nur etwas. Das Abendessen hat mit der Vorbestellung geklappt, das Frühstück kann man etwas später:-)
Samstag, 28. Februar 2015
Schäfchen Cupcakes
Die Schäfchen bestehen aus einem Schokoladen-Teig mit einem Topping aus Butter, Puderzucker und Marshmallow-Creme (alternativ kann man auch das Innere von Negerküssen nehmen) und kleinen Marshmallows. Die Köpfe sind aus Marzipan.
Die Wiese ist ein Mürbeteig mit Zuckerguß. Und da es auch schwarze Schäfchen gibt, erhielten noch einige ein Glasur aus dunkler Kouvertüre.



