Samstag, 16. Mai 2015

Nara und Kyoto

Heute früh ging es relativ zeitig los, wir sind mit dem Zug nach Nara gefahren. Nara ist die erste Kaiserstadt. Als wir aus dem Hotel sind, hat es geregnet. Offen gestanden habe ich mir bei diesem Urlaub gar nicht über das Wetter Gedanken gemacht. Die Zugfahrt war durchaus interessant, allerdings ist es wie überall, entweder die Häuser sind bis an die Strecke herangebaut oder Bäume beziehungsweise Bambus versperren die Sicht.

In Nara angekommen sind wir entlang der Hauptstraße zum Park gelaufen, wo sich der große Buddha Todai-ji befindet.
Entlang der Straße standen kleinere Verkaufsstände, um die sich Schüler und Rehe scharrten. Dort gab es nämlich Kekse zu kaufen, mit denen man die Rehe füttern konnte. Die Rehe sind ziemlich aufdringlich. Vereinzelt hat man auf dem Weg zwischen neuen Häusern auch verschiedene kleine alte Häuser gesehen. Nara Park und der dazugehörige Tempel sind Ausflugsziele für ganze Schulklasse.
Im Tempel angekommen ist es schon erstaunlich diesen großen Bronzebuddha zu sehen, insbesondere wenn man weiß, dass dieser Buddha um 800 nach Christus gegossen wurde. Es heißt, weil so viele Material gebraucht wurde, existieren keine weiteren Metallfiguren in Japan.
Im Tempel wurden wir von einer Gruppe Schüler als Übungskaninchen missbraucht, sie haben ihre Englischkenntnisse an uns geübt, der Lehrer hatte allerdings vorher gefragt. Uns wurden so Fragen gestellt wie, wie heißt du, was isst du gerne, wo kommst du her.
Dann sind wir durch den Nara Park, erst zum Schrein Kasunga Taisha mit seinen hunderten von Steinlaternen und von dort weiter zur höchsten Pagode Japans gelaufen.
Das Wetter hatte sich mittlerweile eingeregnet, außerdem war es schwül. aber trotzdem haben die Gärten und die Schreine eine ganz besondere Atmosphäre. Durch die Haupteinkaufsstraße sind wir dann zum Bahnhof gelaufen, um mit einem Zwischenstopp nach Kyoto zu fahren.

Auf dem Weg zum Bahnhof habe ich mir zwei gewürzte Reiscracker - diese waren lecker - und 5 Reisbällchen mit einer süßen Bohnenfüllung - zäher als Kaugummi - gekauft. Die haben ziemlich lange gehalten.

Auf dem Zwischenstopp haben wir uns kurz den Schrein der Tausend Tore angeschaut. Da hier relativ viele neue Torii stehen und er noch überlaufener ist, als der Schrein in Nara hat er für mich etwas an Atmosphäre vermissen lassen.

In Kyoto ging es vom Bahnhof mit dem Taxi entlang des Flusses zur 3. Straße. Dort in der Nähe befindet sich ein Theater in dem wir uns eine Aufführung angesehen haben. Dieser Punkt stand nicht im Programm. Bei einigen anderen war er aufgeführt. Da auch Japaner anwesend waren, nehme ich an, dass es keine reine Touristenattraktion ist. Am Abend habe ich gelernt, dass diese aus Aufführungen nur an wenigen Wochen im Jahr stattfinden und dass sie von Geishas durchgeführt werden. Am heutigen Tage habe ich verschiedene Frauen im Kimono gesehen und im Theater, das hat uns die Reiseleiterin bestätigt, saß auch eine Geisha. Sie hatte das traditionelle Gewand an und war auch entsprechend geschminkt und frisiert.

Zum japanischen Abend sind wir mit der anderen Reisegruppe, die ebenfalls bei JS Tours stattfindet, gefahren. Wir waren etwa 20 Personen. Das Fondue fand in einem kleinen Restaurant statt, bei dem wir an vertieften Tischen sitzen mussten. Auf jedem Tisch stand eine Schüssel mit kochenden Wasser. in der dann Gemüse und Fleisch gekocht wurden. Da es nur Wasser war, gab es zwei Saucen zum Tunken, eine auf Curry Basis und eine weitere die ähnlich wie Sojasauce aussah. Offen gestanden hätte ich mir gewünscht, dass ich eine weitere Schüssel gehabt hätte, um dort das aus dem Wasser geholte Gemüse abzulegen und es erst dann in die Soße zu tunken.
Im Anschluss gab es eine Vorführung von einer Maiko, das ist eine Geisha in Ausbildung. Es war ein junges Mädchen von etwa 16 Jahren die sich im zweiten Lehrjahr befand, Wir haben erfahren, dass es zur Zeit nur noch 60 Maikos gibt. Es kann also sein, dass dieser Tradition in naher Zukunft ausstirbt.
Geishas sind keine Prostituierten sondern leisten Gesellschaft auf hohem Niveau ohne eine sexuelle Komponente. So zumindest die offizielle Lesart.

Aufgaben in Nara circa 1000 Yen für Essen und Getränke

In Kyoto 350 Yen für Getränke

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